Wie du mit Stress am Arbeitsplatz umgehst

Stress am Arbeitsplatz kennen vermutlich alle. Eine Deadline rückt näher. Für jede abgearbeitete E-Mail rücken drei neue nach. Telefone klingeln, Meetings werden angesetzt und dann werden auch noch zwei Mitarbeitende krank. Leider ist es nicht immer möglich, dem Stress in der Arbeit komplett auszuweichen. Viel wichtiger ist es, effektive Strategien zum Umgang und der Reduzierung von Stress zu entwickeln. 



Wir von der Omnicomp erklären, welche Auswirkungen Stress haben kann und wie du dein Stressmanagement mit einfachen Techniken in den Griff bekommst.


Wie beeinflusst mich Stress?


Arbeitsstress hat nicht nur negative Auswirkungen auf den Geist, sondern auch auf den Körper. So können erhebliche gesundheitliche Konsequenzen eintreten, von einer Erkältung oder einer Grippe bis hin zu Herzkrankheiten. 


Stell dir vor, du hast gerade eine Mail von deinem Chef bekommen, in der er dich über eine unvollendete Aufgabe informiert, also einen potenziellen Stressfaktor. Dein Körper und dein Geist reagieren sofort und lösen eine physische Reaktion aus. Dein Herz schlägt schneller, der Atem beschleunigt sich und die Muskeln spannen sich an. Gleichzeitig ist dir bewusst, dass es Konsequenzen haben wird, wenn du die Aufgabe nicht rechtzeitig erledigst. 


Diese Art der Reaktion hat der Mensch im Laufe seiner Evolution entwickelt, um sich vor Gefahren in seiner Umwelt zu schützen und beispielsweise vor Raubtieren zu flüchten. In der Neuzeit hat diese Angst eine weitere Funktion. Immerhin liefert sie die notwendige Energie und Motivation, bestimmte Dinge zu erledigen, sodass man seinen Job nicht verliert. 


Aber was passiert, wenn du in der Arbeit jeden Tag Stress ausgesetzt bist?

Chronischer Arbeitsstress kann im Laufe der Zeit zu einem psychologischen Syndrom führen, das als Burn-out bezeichnet wird. Warnzeichen für Burn-out sind Erschöpfung, Zynismus und ein Gefühl der Sinnlosigkeit. Bestimmte arbeitsbedingte Stressfaktoren sind eng mit Burn-out verbunden. Beispiele sind zu viel Arbeit oder zu wenig Unabhängigkeit, unzureichende Bezahlung, mangelnde Gemeinschaft innerhalb von Teams, Ungerechtigkeit oder Respektlosigkeit und ein Missverhältnis zwischen den Werten am Arbeitsplatz und den persönlichen Werten.


Wie kann sich Arbeitsstress auf das Wohlbefinden auswirken?


Arbeitsbedingte Stressfaktoren können die psychische Gesundheit beeinträchtigen. Ein Burnout äussert sich beispielsweise durch Symptome wie Angstzustände und Depressionen. Eine Studie zeigt, dass vor allem jüngere Menschen, die routinemässig einer hohen Arbeitsbelastung ausgesetzt sind, häufiger an schweren depressiven Störungen und allgemeinen Angststörungen leiden.


Ein hohes Mass an Stress bei der Arbeit kann die Anfälligkeit für Krankheiten erhöhen. Die wiederholte Freisetzung des Stresshormons Cortisol stört das Immunsystem und erhöht die Wahrscheinlichkeit, Autoimmunerkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder die Alzheimer-Krankheit zu entwickeln. 


Arbeitsstress kann auch Unternehmen oder Organisationen schaden. Burn-out verringert die Arbeitsproduktivität, es kommt vermehrt zu Fehlzeiten. Ausserdem kommt es zu Konflikten zwischen Mitarbeitenden, wodurch sich der Stress am Arbeitsplatz ausbreitet.


Wie kann man mit Arbeitsstress umgehen?


Die Konfrontation mit Arbeitsstress an sich lässt sich in der Arbeitswelt kaum vermeiden. Es gibt aber Strategien, die Abhilfe schaffen können.


Entspannungsübungen

Entspannung hilft dabei, den physiologischen Auswirkungen von Stress, wie dem Anspannen von Muskeln, entgegenzuwirken. Um die aktive Entspannung zu üben, setze dich bequem mit geschlossenen Augen auf einen Stuhl. Fange bei den Beinen an und spanne systematisch die wichtigsten Muskelgruppen von unten nach oben an und entspanne sie wieder. Halte die Spannung für 10 Sekunden, entspanne für 20 Sekunden. Diese Übung dient dazu, das aktive Entspannen zu üben und Muskelverspannungen zu lösen.


Achtsamkeit

Achtsamkeit ist die Fähigkeit, mit Neugier, Offenheit und Akzeptanz auf den gegenwärtigen Moment zu achten. Stress kann verstärkt werden, wenn wir über die Vergangenheit nachdenken, uns Gedanken über die Zukunft machen oder Selbstkritik üben. Achtsamkeit hilft deinem Gehirn, diese Gedankenmuster zu brechen. Stärke deine Achtsamkeitsfähigkeiten durch formelles Üben (wie geführte Meditation) und informelle Übungen (wie achtsames Gehen) oder durch das Nutzen von Achtsamkeits-Apps. 


Positivität

Chronischer Stress und Sorgen können dazu führen, dass Menschen einen mentalen Filter entwickeln, indem sie Situationen automatisch durch eine negative Linse wahrnehmen. Eine Person könnte ohne wirklichen Grund negative Schlussfolgerungen ziehen („Mein Chef hält mich für inkompetent“) und ihre Fähigkeit bezweifeln, mit Stressfaktoren umgehen zu können („Ich bin am Boden zerstört, wenn ich nicht befördert werde“). Um negative Gedanken neu zu bewerten, behandle sie als Hypothesen anstelle von Fakten und erwäge andere Möglichkeiten. Regelmässiges Üben dieses Denkmusters kann dazu beitragen, negative Emotionen als Reaktion auf Stressfaktoren zu reduzieren.


Organisation

Es mag sein, dass du eine von Natur aus unorganisierte Person bist, jedoch kann eine vorausschauende Planung sowohl im Privatleben als auch auf der Arbeit Stress erheblich verringern. Besonders ein realistisches Zeitmanagement gehört dazu. Arbeite mit To-do-Listen und setze dir realistische Ziele, um mehr Struktur in deinen Alltag zu integrieren. Wenn du den Tag mit guter Ernährung, richtiger Planung und einer positiver Einstellung beginnst, fällt es dir mit Sicherheit leichter, dem Stress auf der Arbeit zu trotzen. 


Bewegung

Ein längerer Spaziergang in der Mittagspause kann helfen, Dampf abzulassen, die Stimmung zu heben und in eine bessere Form zu kommen. Kombiniert mit deiner Lieblingsmusik in den Ohren, ist das eine optimale und einfache Möglichkeit, Stress entgegenzuwirken. 


Gesunde Ernährung

Die Wichtigkeit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung kann nicht oft genug wiederholt werden. Junk Food wie Fertiggerichte, Pommes frites, Limonaden und sonstige Dickmacher belasten den Körper und tragen damit eher zur Stresserhöhung als zum Stressabbau bei. Und natürlich sind Genussmittel wie Alkohol oder Nikotin gewaltige Stressauslöser, obwohl diese vorübergehend als Stimmungsaufheller wirken. Das richtige Mass zu finden, ist wie immer der Erfolgsschlüssel.

Stress kann auf Dauer krank machen, daran besteht kein Zweifel. Allerdings möchten alle Menschen, trotz der hohen Belastung im Arbeitsleben, im fortgeschrittenen Alter noch fit und leistungsfähig bleiben. Die oben genannten Tipps werden dir helfen, dieses Ziel zu erreichen.



Du hast weitere Tipps zum Vermeiden von Stress am Arbeitsplatz? Dann schreibe uns in den Kommentaren oder kontaktiere uns via kontakt@omnicomp.ch!

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