Wie du deine Work-Life-Balance verbesserst

Das Thema Work-Life-Balance ist zwar schon vor mehr als 20 Jahren aufgekommen, jedoch sind die möglichen Varianten eines ausgeglichenen Verhältnisses zwischen Arbeit und Privatleben heute vielfältiger denn je:


Durch die Digitalisierung wird etwa das Arbeiten vom Homeoffice aus gefördert und viele Start-ups experimentieren mit dem Konzept der offenen Arbeitszeiten. Neue Forschungen zeigen positive Ergebnisse aus Experimenten mit Arbeitszeitmodellen wie 4-tägige Arbeitswochen oder Gleitzeit.


Wir zeigen dir, wie du deine Work-Life-Balance mit ein paar einfachen Tipps verbesserst.


Was ist Work-Life-Balance genau?


Der Begriff Work-Life-Balance bezieht sich auf Handlungen, Entscheidungen und Verpflichtungen, die bestimmen, wie viel Zeit man für die Arbeit einerseits und für alle anderen Gesichtspunkte seines Lebens andererseits aufbringt.

Manche Aspekte, wie unsere Handlungen und Entscheidungen, können wir also kontrollieren, andere, wie unsere Verpflichtungen, nicht, da sie uns von aussen auferlegt werden. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer ihren Teil zur Work-Life-Balance beitragen.

Geschieht das nicht, kann es zu arbeitsbedingtem Stress kommen, der sich durch folgende Symptome äussert:


  • Müdigkeit

  • Schwaches Immunsystem

  • Herzerkrankungen und Bluthochdruck

  • Depressionen und Ängste

  • Reizbarkeit

  • Erhöhtes Risiko für Drogenmissbrauch


Tatsächlich hat eine schlechte Work-Life-Balance nicht nur negative Auswirkungen auf die Gesundheit, sondern auch auf die Qualität der Arbeit selbst. Studien zeigen, dass Arbeitnehmer mit einer gesunden Work-Life-Balance produktiver, effizienter und motivierter arbeiten. Sowohl Angestellte als auch Unternehmen profitieren also, wenn die Unternehmenskultur eine gute Work-Life-Balance zulässt und fördert.

Work-Life-Balance in verschiedenen Generationen


Abhängig davon, in welcher Zeit sie geboren wurden, haben Menschen unterschiedliche Ansichten zur Work-Life-Balance.


Baby-Boomer (Nachkriegsgeneration) priorisierten wirtschaftliche Sicherheit. Work-Life-Balance war für sie überwiegend kein grosses Thema. Sie neigten dazu, lange Zeit bei einem Arbeitgeber zu bleiben.


Angehörige der Generation X, die Kinder der Baby-Boomer, legen zunehmend mehr Wert auf ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Arbeits- und Familienzeit.


Millenials suchen gut bezahlte und sichere Jobs, die das Leben ausserhalb der Arbeit finanzieren. Work-Life-Balance ist genauso wie Jobsicherheit ein wichtiges Thema.


Was führt zu einem Ungleichgewicht zwischen Arbeit und Lebensbedürfnissen?


Sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer tragen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie bei. Gleichermassen finden sich auf beiden Seiten Faktoren, die ein Ungleichgewicht fördern.


Vonseiten der Arbeitgeberschaft können sich Richtlinien und Managementpraktiken negativ auf das Gleichgewicht auswirken, ebenso wie Stressfaktoren am Arbeitsplatz, beispielsweise mangelnde Planung oder ein zu autoritärer Führungsstil.


Hier sind einige der gängigen Verhaltensweisen von Arbeitgebern, die eine Work-Life-Disbalance verursachen können:

  • Auferlegen von nicht bewältigbaren Mengen an Arbeit

  • Ungenaue Definition der Aufgaben

  • Unfaires Verhalten gegenüber den Mitarbeitern

  • Falsche Schuldzuweisungen

  • Arbeit ausserhalb der Arbeitszeiten


Arbeitnehmer begünstigen eine unausgeglichene Aufteilung zwischen Work und Life unter anderem durch folgende Punkte:

  • Annehmen von zusätzlicher Arbeit, obwohl es eigentlich zu viel ist

  • Uneingeschränkte Erreichbarkeit

  • Schlechte Arbeitsorganisation und mangelhaftes Zeitmanagement

  • Arbeit ausserhalb der regulären Arbeitszeiten

So verbesserst du die Work-Life-Balance


Wie du auf der Arbeitgeberseite dafür sorgen kannst, dass in deinem Betrieb gute Voraussetzungen für die Work-Life-Balance herrschen:


Überarbeite dich nicht.

Halte dich an die festgelegte Anzahl Arbeitsstunden. So bist du ein positives Beispiel für die Arbeitnehmer in deinem Betrieb. Wenn nötig, dann erinnere deine Mitarbeitenden an die Einhaltung und Nutzung ihres Urlaubs. Falls es sich mit den Unternehmensprozessen vereinen lässt, ermögliche flexible Arbeitszeiten.


Fördere Pausen.

Der menschliche Körper ist nicht dafür gemacht, acht Stunden ohne Pause zu arbeiten, sei es am Schreibtisch, sei es körperliche . Eine solche Arbeitsweise kann sich sogar negativ auf die Gesundheit auswirken. Erinnere deine Kollegen daran, kleine Unterbrechungen und Spaziergänge zu machen, um dem Körper sowohl physisch als auch mental eine Pause zu gewähren.


Unbezahlter Urlaub im Notfall

Manchmal hält das Leben positive, leider aber gelegentlich auch negative Überraschungen bereit. Für einen Arbeitnehmer ist es beruhigend zu wissen, dass er in solchen Fällen unbezahlten Urlaub erhält.



So kannst du als Arbeitnehmer für deine ideale Work-Life-Balance sorgen:


Kommuniziere mit Vorgesetzten.


Manchmal realisieren Kollegen oder Vorgesetzte nicht, wie viel Arbeit bereits im Backlog ist. Zu viele Meetings und Abgabetermine sind überfordernd. Tritt daher in die ehrliche Kommunikation und erkläre deine Situation, wenn du das Gefühl hast, dass dir die Arbeit über den Kopf wächst: „Ich kann diese Arbeit X erledigen, jedoch muss ich Arbeit Y dann für eine Weile vernachlässigen. Welche der Aufgaben hat eine höhere Priorität?“


Plane deinen Urlaub.


As simple as that. Seinen Urlaub rechtzeitig einzutragen, setzt Grenzen und zeigt den Kollegen, dass sie in dieser Zeit nicht mit dir zu rechnen haben.


Habe realistische Erwartungen.


Niemand ist perfekt. Und niemand kann Vollzeit arbeiten, Sport machen, die Wohnung glänzend sauber halten und dann auch noch ein Sozialleben haben. Löse dich von zu hohen Erwartungen an dich selbst.


Betreibe Zeitmanagement.


Sowohl im Beruf als auch im Privatleben – ein gutes Zeitmanagement ist essenziell. Plane deine Aufgaben sinnvoll und nutze Listen, um sie effektiv abzuarbeiten. So bleibst du konzentriert und fokussiert.


Lerne, nein zu sagen.


Sei es ein Kollege, der dir unangenehme Arbeit zuschieben möchte, oder eine Freundin, die dich bittet, eine Geburtstagsfeier zu organisieren. Es ist okay, nein zu sagen, solange du es respektvoll tust. Besonders, wenn du merkst, dass dir die Aufgaben und Verpflichtungen über den Kopf wachsen, musst du auch auf dich und deine mentale Gesundheit achten.


Lasse die Arbeit bei der Arbeit.


Das ist gar nicht so einfach, vor allem heute, wo die Nutzung von Smartphones und Laptops einem überall Zugang zur Arbeit ermöglicht. Sei dir darüber bewusst und entscheide dich zu bestimmten Zeiten am Tag bewusst dagegen. Nimm dir zum Beispiel vor, deine E-Mails nur einmal am Abend zu checken.


Zusammenfassend garantieren dir diese Tipps eine gute Grundlage für ein gesundes Verhältnis zwischen Arbeit und Privatleben. Es gibt natürlich Überschneidungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Zudem ist es übergreifend wichtig, sich gesund zu ernähren, genügend zu schlafen und sich bewusst Zeit für sich und seine Freizeit zu nehmen.



Der Balance-Akt zwischen Arbeit und Privatleben kann überfordernd und schwierig sein. Es ist wichtig für Arbeitnehmer, Grenzen zu setzen und zu kommunizieren, um einer Überarbeitung vorzubeugen. Gleichzeitig ist es für Arbeitgeber Pflicht, die Arbeitnehmer dabei zu unterstützen und mit gutem Beispiel voranzugehen.



Du hast Fragen zu dem Thema oder weitere Tipps für eine ausgeglichene Work-Life-Balance? Dann schreib uns gerne in den Kommentaren!

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